Die Selbsthilfegruppe Forchheim im Jahr 2017

In den ersten beiden Monaten widmeten wir uns neben der Bearbeitung aktueller Themen der Neu-strukturierung unserer Gesprächsgruppe: die üblichen Wahlen der Aufgabenträger, Ausgestaltung unseres Gruppenraumes, Erstellung eines Gruppenprofils und eines Handlungsrahmens („Satzung“), sowie die Neufassung der Gruppenregeln als Aushang. Daneben sichteten und besprachen wir aktuelle Fachliteratur zum Thema Sucht, Info-Materialien und Presseveröffentlichungen.

Gemeinsam berieten wir über die Möglichkeiten begleitender Freizeitaktivitäten für Gruppenteil-nehmer, insbesondere kooperative Aktionen mit ortsansässigen Vereinen. So bestünde in Forchheim z.B. die Option, ein Segel-Wochenende mit der Marinekameradschaft Forchheim zu organisieren, sowie weitere gesellige Unternehmungen auf dem Vereinsgelände. Im Sommer besuchten wir `außer der Reihe´ eine Kellerwirtschaft zu einem gemeinsamen Essen, gönnten uns den Besuch einer Eisdiele und im Herbst trafen wir uns zu einem Kochabend.

Einige Gesprächsabende wurden als Themenabende gestaltet, z. T. mit Videovorführungen aktueller Materialien von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über diverse Süchte und neuartige Suchtmittel. Ansonsten gestalten sich die Gruppenabende sehr abwechslungsreich durch unterschied-liche Methoden in der Kontaktpflege und Gesprächstechniken. So erweisen sich z.B. unsere Stim-mungsbilder zu Beginn eines Abends immer wieder als willkommene Variante, innere Gefühle auf-zuspüren und die eigenen Emotionen zu verbalisieren. Auch neue Teilnehmer konnten sich damit rasch mit ihren Belangen in der Gruppe öffnen.

Nach der Teilnahme an Freundeskreis-Fortbildungen wurden von Gruppenbegleiterin Angelika und Freundeskreisbegleiterin Irene jeweils die wichtigsten Ergebnisse in die Gruppe transportiert, wo man dann gemeinsam entsprechende Überlegungen zur Umsetzung anstellte und alsbald realisierte. Da-durch wurde das Engagement der Teilnehmer am gemeinsamen Gruppenleben erfreulich aufgewertet.

Neben den Fortbildungen des Fk-Landesverbandes besuchten wir wechselnd auch anderweitige Fort-bildungen zu fachlichen Belangen: Thema „Sucht“ und methodischen: Thema „Gruppenführung“, um die Motivation für Gruppenengagement zu erhöhen und einen Qualitätsstandard in der Selbsthilfe-gruppe zu sichern.

Außerdem besuchten wir im abgelaufenen Kalenderjahr insgesamt sechs mal Entwöhnungsstationen von Suchtkliniken in Erlangen und Hochstadt, wo wir auf die Bedeutung des Besuches einer Selbsthilfegruppe für den Erhalt einer zufriedenen Abstinenz hinwiesen und die Leitgedanken des Freundeskreises für Suchtkrankenhilfe vorstellen konnten.

Wann immer der Abend es hergab, d.h. keine wichtigen Probleme anstanden, widmete sich die „Kern-gruppe“ (Angelika, Klaus, H. Gerhard und Irene) ihrem spannenden Projekt, ein Spiel zum Thema Lebenssituationen mit und ohne Sucht zu gestalten. Die Planungen sind im Laufe des Jahres so weit gediehen, dass Anfang 2018 die offizielle Fertigung eines Prototyps angestrebt wird.

Gemeinsam stark gehen wir ins Neue Jahr 2018!

Angelika und Irene